Schlagwort-Archive: Kreditrisiko

FMA-Mindeststandards zu Fremdwährungskrediten und Krediten mit Tilgungsträgern

Die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) novelliert mit den vorliegenden Mindeststandards ihre Rechtsansicht zu den Sorgfaltspflichten gem. § 39 Abs. 1 und 2 Bankwesengesetz (BWG) i.Z.m. Fremdwährungskrediten und Krediten mit Tilgungsträgern. Die neuen Mindeststandards enthalten im Vergleich zur Vorversion u.a. auch Bestimmungen zur Markttransparenz. FMA-Mindeststandards zu Fremdwährungskrediten und Krediten mit Tilgungsträgern weiterlesen

EBA veröffentlicht Ergebnisberichte zu High Default Portfolios und zum Marktrisiko-Benchmarking

Im Rahmen von zwei Berichten vom 3. März 2017 beschäftigt sich die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) mit der unionsweiten Konsistenz von risikogewichteten Aktiva, die anhand interner Modelle berechnet wurden. Die Berichte umfassen einerseits sog. High Default Portfolios (Hypothekarkredit-, KMU- und Corporate-Portfolios), andererseits ein sog. Marktrisiko-Benchmarking. Die Resultate bestätigen die Ergebnisse aus früheren Berichten weitgehend. EBA veröffentlicht Ergebnisberichte zu High Default Portfolios und zum Marktrisiko-Benchmarking weiterlesen

Finale Leitlinien des Basler Komitees zur Definition von notleidenden Krediten und Stundung

Das Basler Komitee für Bankenaufsicht (BCBS) hatte am 14. April 2016 ein Konsultationsdokument zur aufsichtlichen Behandlung von problembehafteten Vermögenswerten veröffentlicht (Deloitte berichtete). Für die Begriffe “notleidende Kredite” und “Stundungen” wurden einheitliche Definitionen erarbeitet.  Inhaltlich unterschieden sich die finalen Leitlinien, die am 4. April 2017 erschienen, nicht wesentlich vom Konsultationsdokument.

Als “notleidende Kredite” werden jene definiert, die notleidend im Sinne des Balser Rahmenwerks oder gem. Rechnungslegungsvorschriften wertberichtigt sind, sowie Kredite, die wesentliche Forderungen darstellen und deren Rückzahlung fraglich ist.

Als “Stundung” wird ein außerordentlich gewährter Zahlungsaufschub bezeichnet.

Link: BCBS 403

EZB-Leitfaden zur Reduzierung notleidender Kredite

Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlichte am 20. März 2017 einen Leitfaden für Banken zu notleidenden Krediten. Der Leitfaden richtet sich an bedeutende Institute (Significant Institutions, SI). Ziel ist die Verbesserung der Aktivaqualität, gegenwärtig eine der Prioritäten der EZB in ihrer Funktion als Aufsichtsbehörde im SSM. EZB-Leitfaden zur Reduzierung notleidender Kredite weiterlesen

RTS-Entwurf zur Präzisierung von Parametern bei der Anwendung des IRB-Ansatzes

Die CRR sieht bei der Anwendung des IRB-Ansatzes die Berücksichtigung eines Konjunkturabschwungs bei eigenen LGD-Schätzungen (Loss Given Default) und bei eigenen Umrechnungsfaktorschätzungen (Conversion Factor, CF) vor. Im vorliegenden RTS-Entwurf vom 1. März 2017 präzisiert die EBA die Art, das Ausmaß und die Dauer eines derartigen Konjunkturabschwungs. RTS-Entwurf zur Präzisierung von Parametern bei der Anwendung des IRB-Ansatzes weiterlesen

BCBS-Übergangsbestimmungen für die aufsichtsrechtliche Umsetzung von IFRS 9

Der neue internationale Rechnungslegungsstandard IFRS 9 schreibt ab 1. Jänner 2018 u.a. einen Wechsel des Bilanzkonzepts von Incurred-Loss-Modellen auf Grundlage eingetretener Verluste hin zu einem Bilanzierungsmodell für erwartete Verluste (Expected Credit Losses, ECL) vor. Das ECL-Modell führt zu höheren Vorsorgen und reduziert grosso modo die Höhe der verfügbaren Eigenmittel. BCBS-Übergangsbestimmungen für die aufsichtsrechtliche Umsetzung von IFRS 9 weiterlesen

EZB-Leitfaden für die gezielte Überprüfung interner Modelle (TRIM) – Konsultationspapier

Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlichte am 28. Februar 2017 ein Konsultationspapier eines Leitfadens für die gezielte Überprüfung interner Modelle (Targeted Review of Internal Models, TRIM). Der Anwendungsbereich umfasst SI, die genehmigte interne Modelle zur Ermittlung ihrer Säule 1-Eigenmittelanforderungen verwenden. Der TRIM-Leitfaden enthält Grundsätze und Prinzipien für eine Ermittlung der Eigenmittelunterlegung von Kredit-, Markt- und Gegenparteiausfallrisiken. EZB-Leitfaden für die gezielte Überprüfung interner Modelle (TRIM) – Konsultationspapier weiterlesen

EZB veröffentlicht zweiten Teil des AnaCredit Meldehandbuchs

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 28. Februar 2017 den zweiten Teil des AnaCredit Meldehandbuchs veröffentlicht. Dieses bezieht sich auf die Verordnung (EU) 2016/867 (AnaCredit-Verordnung). Die AnaCredit-Verordnung (Analytical Credit Dataset) ist ein statistisches Meldeprojekt der EZB, das ein granulares Kreditmeldewesen im Euroraum implementieren soll. EZB veröffentlicht zweiten Teil des AnaCredit Meldehandbuchs weiterlesen

EBA und EZB veröffentlichen mehrere Dokumente zur Ausfallsdefinition und zu notleidenden Krediten

Im September wurden eine Reihe von Dokumenten veröffentlicht, darunter der Leitlinien-Entwurf der EZB für notleidende Kredite, die Leitlinien der EBA zur Anwendung der Ausfallsdefinition gem. Art. 178 der CRR, die Ergebnisse einer von der EBA durchgeführten Auswirkungsstudie und der Entwurf von Technischen Regulierungsstandards (RTS) der EBA zum Schwellenwert einer überfälligen Verbindlichkeit gem. Art. 178 der CRR. EBA und EZB veröffentlichen mehrere Dokumente zur Ausfallsdefinition und zu notleidenden Krediten weiterlesen

Konsultationspapier der EBA zu Leitlinien zur Praxis des Kreditrisikomanagements von Kreditinstituten und zur Bilanzierung von erwarteten Kreditausfällen

Am 26. Juli 2016 veröffentlichte die EBA ein Konsultationspapier zu Leitlinien, die für die Praxis des Kreditrisikomanagements und der Bilanzierung von erwarteten Kreditausfällen (Expected Credit Losses, ECL) von Kreditinstituten (KI) von Bedeutung sind. Das Ziel dieser Leitlinien ist, ein zuverlässiges Kreditrisikomanagement während der Umsetzung und der laufenden Verwendung von ECL-Bilanzierungsmodellen sicherzustellen. Am 18. Dezember 2015 veröffentlichte der Basler Ausschuss (BCBS) bereits eine finale Version von Leitlinien zum Thema Expected Credit Losses. (Deloitte berichtete). Konsultationspapier der EBA zu Leitlinien zur Praxis des Kreditrisikomanagements von Kreditinstituten und zur Bilanzierung von erwarteten Kreditausfällen weiterlesen

Konsultationsdokument des BCBS – Definition von notleidenden Krediten und Stundung

Das Basler Komitee (BCBS) veröffentlichte am 14. April 2016 ein Konsultationsdokument zur aufsichtlichen Behandlung von problembehafteten Vermögenswerten. Im Zuge einer Untersuchung hat das BCBS herausgefunden, dass in verschiedenen Rechtsordnungen teils große Unterschiede bestehen, wie Banken die Qualität ihrer Vermögenswerte identifizieren und darüber berichten. Dasselbe gilt für die Kategorisierung von notleidenden Krediten. Grundsätzlich gibt es in den verschiedenen Rechtsordnungen keine einheitlichen Methoden und Definitionen zur Kategorisierung von derartigen Vermögenswerten. Dies liegt insbesondere daran, dass es kein international einheitliches Rahmenwerk gibt. Konsultationsdokument des BCBS – Definition von notleidenden Krediten und Stundung weiterlesen

Untersuchung der RWAs für das Kreditrisiko im Bankbuch

Im Rahmen seines “Regulatory Consistency Assessment Programme” (RCAP) untersucht der Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (BCBS) regelmäßig die zeitgerechte Umsetzung seiner Vorgaben, Unterschiede in der Implementierung zwischen den verschiedenen Jurisdiktionen sowie die Effizienz/Effektivität in Hinblick auf den Regulierungszweck. Zum zweiten Mal bereits (nach einem ersten Bericht 2013) analysierte das BCBS in diesem Zusammenhang die Variabilität der risikogewichteten Aktiva (RWA) bei IRB-Banken für das Kreditrisiko. Der vorliegende finale Bericht wurde am 1. April 2016 veröffentlicht. Untersuchung der RWAs für das Kreditrisiko im Bankbuch weiterlesen

Konsultationsdokument des BCBS zur einheitlichen Anwendung des IRB-Ansatzes

Das Basler Komitee für Bankenaufsicht (BCBS) veröffentlichte am 24. März 2016 ein Konsultationsdokument zur Anpassung des Advanced IRB Ansatzes (A-IRB) einerseits, sowie des Foundation IRB Ansatzes (F-IRB) andererseits. Das vorliegende Dokument zielt darauf ab, die Komplexität des IRB Rahmenwerks zu verringern, die Vergleichbarkeit der Modelle zu fördern und die damit einhergehenden starken Divergenzen bei der Berechnung der Risikogewichte des Kreditrisikos zu minimieren. Ergänzend zum vorliegenden Konsultationspapier ist das am 22. Dezember 2014 veröffentlichte Dokument des BCBS zur Ausgestaltung der Capital Floors (Deloitte berichtete) zu lesen. Die Änderungen des bestehenden IRB Rahmenwerks sind Teil des Reformprogramms des BCBS für das Jahr 2016. Konsultationsdokument des BCBS zur einheitlichen Anwendung des IRB-Ansatzes weiterlesen

Prioritäten der EZB-Bankenaufsicht für 2016

Am 6. Jänner 2016 veröffentlichte die Europäische Zentralbank (EZB) ihre fünf Schwerpunkte in ihrer Tätigkeit als Aufsichtsbehörde. Diese Prioritäten basieren auf einer Einschätzung, mit welchen wesentlichen Risiken die beaufsichtigten Kreditinstitute (KI) in ihrem derzeitigen Umfeld konfrontiert sind. Prioritäten der EZB-Bankenaufsicht für 2016 weiterlesen

EBA veröffentlicht eine Roadmap für die aufsichtliche Überprüfung interner Modelle

In einer Stellungnahme (“Opinion”) vom 4. Februar 2016 beschäftigt sich die EBA mit den variablen Faktoren im Rahmen der Implementierung von IRB-Modellen (“Internal Ratings Based”). Im Ergebnis führt der hohe Grad an Flexibilität des IRB-Rahmenwerks zu einer eingeschränkten Vergleichbarkeit von Eigenmittelberechnungen in den Mitgliedsstaaten. Mit dem vorliegenden Papier hat die EBA Grundsätze und Fristen zur Umsetzung der aufsichtlichen Überprüfung des IRB-Ansatzes festgelegt. EBA veröffentlicht eine Roadmap für die aufsichtliche Überprüfung interner Modelle weiterlesen

Zweites Konsultationspapier zum überarbeiteten Standardansatz für Kreditrisiken

Am 10. Dezember 2015 veröffentlichte der Basler Ausschuss sein zweites Konsultationspapier zum überarbeiteten Standardansatz für Kreditrisiken (KSA). Im neuen Entwurf wurden einige Rückmeldungen aus der ersten Konsultationsphase berücksichtigt. Zweites Konsultationspapier zum überarbeiteten Standardansatz für Kreditrisiken weiterlesen

Basler Ausschuss veröffentlicht finale Leitlinien zu Expected Credit Losses

Der Basler Ausschuss (BCBS) veröffentlichte am 18. Dezember 2015 die finale Version der Leitlinien zu aufsichtsrechtlichen Erwartungen an solide Kreditrisikomethoden in Verbindung mit der Einführung und Anwendung eines Expected Credit Loss (ECL)-Rechnungslegungsrahmenwerks. Basler Ausschuss veröffentlicht finale Leitlinien zu Expected Credit Losses weiterlesen

ESA veröffentlichen Technische Standards zur Zuordnung der Bonitätsbeurteilung von Ratingagenturen

Die CRR sieht beim Standardansatz die Vergabe von Risikogewichten gemäß Bonitätsklassen auf Basis der Kreditqualität vor. Für das Mapping verweist Art. 113ff. CRR auf Bonitätsbeurteilungen von externen Ratingagenturen (sog. External Credit Assessment Institutions, ECAI). Im Gegensatz zum Mapping unter dem Basel II Regime (vgl. Richtlinien 2006/48/EG bzw. 2006/49/EG), wo nur auf Ratings der drei marktbeherrschenden Agenturen (S&P, Moody’s, Fitch) referenziert wurde, ist nun eine automatische Anerkennung von Ratings aller in Einklang mit der Ratingagenturen-Verordnung (VO 1060/2009) registrierten oder zertifizierten ECAI möglich. Die vorliegenden ITS vom 11. November 2015 konkretisieren das Mapping näher und definieren darüber hinaus erweiterte quantitative und qualitative Anforderungen an den Prozess der Ratingerstellung.

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EBA veröffentlicht Leitlinienentwurf zur Berücksichtigung des CVA-Risikos beim SREP

Gemäß Art. 456 Abs. 2 CRR hat die EBA die Erfüllung der Eigenmittelanforderung für das Risiko einer Anpassung der Kreditbewertung (Credit Valuation Adjustment, CVA-Risiko) zu überwachen und der Kommission hierüber Bericht zu erstatten. Auf dieser Grundlage veröffentlichte die EBA am 25. Februar 2015 einen umfassenden Bericht über das CVA-Risiko, in dem sie weitreichende Verbesserungen bei der Berücksichtigung des CVA-Risikos bei den Eigenmittelanforderungen vorschlägt. Die in diesem Bericht vorgeschlagenen Neuerungen sollen bei der Überarbeitung der Eigenmittelanforderungen für das CVA-Risiko vom europäischen Gesetzgeber berücksichtigt werden. Bis zur Umsetzung dieser Änderungen auf europäischer Ebene will die EBA mittels Leitlinien die einheitliche Berücksichtigung des CVA-Risikos beim Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) gewährleisten. Daher veröffentlichte die EBA am 12. November 2015 einen Leitlinienentwurf in Form eines Konsultationspapieres (EBA/CP/2015/21) zur Berücksichtigung des CVA-Risikos beim SREP. EBA veröffentlicht Leitlinienentwurf zur Berücksichtigung des CVA-Risikos beim SREP weiterlesen

EBA-Arbeitsprogramm für das Jahr 2016

Die EBA veröffentlichte am 30. September 2015 ihr Arbeitsprogramm („Annual Work Programme“), in dem die Hauptziele und -aufgaben für das Jahr 2016 definiert werden. Der strategische Fokus ist in acht Aufgabenbereiche kategorisiert, die wiederum in 34 Maßnahmen unterteilt werden. EBA-Arbeitsprogramm für das Jahr 2016 weiterlesen