Archiv der Kategorie: Allgemein

CPSS und IOSCO veröffentlichen Konsultationspapiere zur Einführung von Central Counterparties und Trade Repositories im OTC Derivatehandel

Das Committee on Payment and Settlement Systems (CPSS) und das technische Komitee der International Organization of Securities Commissions (IOSCO) haben in Abstimmung mit der BIS am 12. Mai zwei Konsultationspapiere veröffentlicht, um die OTC-Derivatemärkte zu stabilisieren und deren Transparenz zu erhöhen. CPSS und IOSCO veröffentlichen Konsultationspapiere zur Einführung von Central Counterparties und Trade Repositories im OTC Derivatehandel weiterlesen

CEBS veröffentlicht Richtlinien zur länderübergreifenden Zusammenarbeit der lokalen Aufsichtsbehörden bei der Beurteilung der Kapitaladäquanz länderübergreifend operierender Institute

Artikel 129 (3) der überarbeiteten CRD, die am 31.12.2010 in Kraft treten wird, besagt, dass Aufsichtsbehörden, die für die Beurteilung von im Europäischen Wirtschaftsraum länderübergreifend operierenden Institute zuständig sind, alles in ihrer Macht stehende tun sollten, um zu einer gemeinsamen Entscheidung hinsichtlich der Erfüllung der Pillar 2 Vorgaben durch die Institute zu kommen (Supervisory Review Evaluation Process, SREP) kommen. CEBS veröffentlicht Richtlinien zur länderübergreifenden Zusammenarbeit der lokalen Aufsichtsbehörden bei der Beurteilung der Kapitaladäquanz länderübergreifend operierender Institute weiterlesen

CESR empfiehlt die Einführung eines pan-europäischen Offenlegungsregimes

Das Committee of European Securities Regulators übermittelte der EU Kommission seine Empfehlungen für ein verpflichtendes, europaweites Offenlegungsregime für Netto Short Positionen. Das von CESR vorgeschlagene Offenlegungsregime ist ein zweistufiges Modell für die Offenlegung einzelner, signifikanter Netto Short Positionen in Aktien, die zum Handel an einem geregelten Markt des EWR und/oder ggfs. einer EWR Multilateral Trading Facility (MTF) zugelassen sind.

Ab einer Schwelle von 0,2% müssen die Positionen der zuständigen Aufsicht gemeldet werden. Der Umfang der Offenlegungsverpflichtungen steigt pro weitere 0,1%. Ab der Schwelle von 0,5% müssen die gehaltenen Netto Short Positionen auch den anderen Marktteilnehmern offengelegt werden. Zur Überprüfung, ob einer oder beide der Schwellenwerte überschritten werden, müssen Marktteilnehmer alle Positionen aggregieren, die ein wirtschaftliches Exposure in Bezug auf diese Aktien darstellen (d.h. börsegehandelte und OTC Derivate, Short Positionen am Kassamarkt). Aus diesen Positionen wird dann die Netto Short Position errechnet, welche bei Überschreiten einer oder beider der o.g. Schwellen an dem der Überschreitung folgenden Handelstag veröffentlicht werden muss. Market Making Aktivitäten sind von der Offenlegungsverpflichtung ausgenommen.

CESR Mitglieder, welche die rechtlichen Möglichkeiten haben, diese Offenlegungsverpflichtungen umzusetzen, werden laut CESR so rasch als möglich damit beginnen. Alle anderen CESR Mitglieder werden die CESR Vorschläge bis zur Finalisierung einer EU-weiten Regelung auf best-efforts Basis umsetzen.

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Die Cross-Border Bank Resolution Group der BIS publiziert Bericht mit Empfehlungen zur Bewältigung grenzüberschreitender Bankenkrisen

Die Finanzmarktkrise hat gravierende Schwachstellen in der Bewältigung grenzüberschreitender Bankenkrisen offenbart. Vor diesem Hintergrund hat die Cross Border Bank Resolution Group der BIS am 18. März nach einer rund sechsmonatigen Konsultationsphase ein umfangreiches „final paper“ zu diesem Thema veröffentlicht. Auf Basis von vier Fallstudien (Fortis, Dexia, Kaupthing, Lehman Brothers) werden in dem Paper die „lessons learned“ aus der Finanzmarktkrise betreffend grenzüberschreitende Krisenbewältigung dargestellt.

Darauf aufbauend werden zehn international abgestimmte Empfehlungen abgegeben, wie in Zukunft Krisen- situationen in grenzüberschreitend tätigen Banken besser bewältigt werden können. Die Empfehlungen können zu den Kategorien „Strengthening national resolution powers and their cross-border implementation”, “Firm-specific contingency planning” und “Reducing contagion” zusammengefasst werden.

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CEBS veröffentlicht ein Konsultationspapier zur Behandlung von Großveranlagungen

Das Änderungspaket der CRD II (d.h. Richtlinie 2009/111/EG) zur Anpassung der bestehenden Capital Requirements Directive (d.h. Richtlinien 2006/48/EG und 2006/49/EG) umfasst spezielle Bestimmungen, nach welchen Instituten Ausnahmen von den Großveranlagungsverpflichtungen für kurzfristige Exposures gewährt werden können. Das Committee of European Banking Supervisors (CEBS) hat einen Entwurf mit Vorschlägen iZm mit den Regelungen des Art. 106(2) CRD II, insbesondere den Bestimmungen unter Art. 106(2) (c) und (d), veröffentlicht. Die folgenden Punkte werden im Rahmen einer Konsultation zur Diskussion gestellt: Für die Gewährung einer Ausnahmeregelung nach Art. 106(2) (c) CRD II sind für kurzfristige Exposures alle der nachstehend genannten Kriterien zu erfüllen:

1. Das Exposure muss gemäß Art. 106(2) (c) CRD II auf eine bestimmte Geschäftsart zurückzuführen sein:

  • Geldüberweisungen, inkl. Durchführung von Zahlungsverkehr, Clearing und Settlement (alle Währungen) sowie Correspondent Banking
  • Clearing, Settlement und Verwahrung von Finanzinstrumenten für Kunden — Weitere Exposures, insbesondere gegebenes oder erhaltenes Cash Collateral in Verbindung mit Kundenfinanztransaktionen sowie Exposures, die gemäß Art. 106(2) (c) CRD II ausgenommen und geändert wurden.

2. Das Exposure ist vollständig auf ein Kundengeschäft zurückzuführen:

  • Direkte Kundengeschäfte (d.h. Geschäft basierend auf der Initiative des Kunden) oder — Indirekte Kundengeschäfte (z.B. Zahlungen oder Behebungen durch Vermittler oder Vertragspartner des Kunden, inkl. Kontoführendes Institut)

3. Vorliegen eines kurzfristigen / overnight Exposure, d.h. das Exposure muss innerhalb des nächsten Geschäftstages unter das Large Exposure Limit reduziert werden. Für die Gewährung der Ausnahmeregelung nach Art. 106(2) (d) CRD II sind für Intraday Exposures von Instituten mit Geldüberweisungsdiensten alle der nachstehend angeführten Kriterien zu erfüllen:

4. Das Exposure muss gemäß Art. 106(2) (d) CRD II auf eine bestimmte Geschäftsart zurückzuführen sein:

  • Geldüberweisungen inkl. Durchführung von Zahlungsverkehr — Clearing und Settlement (für alle Währungen)
  • Correspondent Banking Ist dies gegeben, sind Exposures jedenfalls von den Verpflichtungen ausgenommen, unabhängig von der Herkunft des Exposure (z.B. Geldtransfer auf verschiedenen Konten, Geldflüsse aus Transaktionen mit Finanzinstrumenten) oder der Zahlungsart (z.B. Scheckverrechnung, Lastschrift).

6. Das Exposure bezieht sich auf bestimmte Dienstleister, d.h. Dienstleister, die der Aufsicht eines Mitgliedstaates unterliegen und die o.g. Leistungen anbieten.

5. Vorliegen eines Intraday Exposure, d.h. das Exposure muss innerhalb des gleichen Geschäftstages unter das Large Exposure Limit reduziert werden. Die Konsultationsphase endet am 06. Mai 2010. Antworten werden von CEBS per E-Mail entgegen genommen: cp38@c-ebs.org. Die Mitgliedsstaaten sollen die Regelungen des Leitfadens spätestens zum 31.12.2010 anwenden.

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Neues Merkblatt der BaFin – Hinweis zum Tatbestand des Finanzkommissionsgeschäfts

Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) veröffentlichte ein Merkblatt über Hinweise zum Tatbestand des Finanzkommissionsgeschäfts. Der Tatbestand des Finanzkommissionsgeschäfts ist nach deutscher Rechtslage erfüllt, wenn ein Finanzinstrument im eigenen Namen, für fremde Rechnung, angeschafft und/oder veräußert wird. Neues Merkblatt der BaFin – Hinweis zum Tatbestand des Finanzkommissionsgeschäfts weiterlesen

BIS veröffentlicht Working Paper zu Kreditrisikomodellen von Drittanbietern

Der Verkauf von Modellen zur Messung und zum Management von Kreditrisiken (Kreditrisikomodelle) an Finanzdienstleistungsunternehmen hat sich als Geschäftsfeld für Drittanbieter mittlerweile fest etabliert. Solche Modelle werden von Banken z.B. in Hinblick auf die Umsetzung von Basel II IRB-Anforderungen verstärkt nachgefragt. BIS veröffentlicht Working Paper zu Kreditrisikomodellen von Drittanbietern weiterlesen

Kommission veröffentlicht Jahresbericht 2009 zur EU-Finanzmarktintegration

Die Europäische Kommission hat ihren Jahresbericht zur EU-Integration der Finanzmärkte vorgestellt – eine jährliche Analyse der Integration im EU-Finanzsektor und ihrer Auswirkungen auf Wettbewerb, Effizienz, Finanzstabilität und internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Kommission veröffentlicht Jahresbericht 2009 zur EU-Finanzmarktintegration weiterlesen

BIS legt Bericht zur Internationalen Regulatorischen Situation vor

Das BIS Joint Forum hat am 8. Jänner eine Untersuchung hinsichtlich der Unterschiede und des Zusammenspiels der aufsichtsrechtlichen Regime in verschiedenen Sektoren bzw. Ländern veröffentlicht. Die Studie wurde von den G20 Staaten mit der Zielsetzung in Auftrag gegeben, Regelungsbereiche zu identifizieren, in denen systemische Risiken im Finanzsektor durch die bestehenden Regeln nicht vollständig abgedeckt werden, und Vorschläge zur Stärkung des regulatorischen Frameworks für den Finanzsektor zu erhalten. BIS legt Bericht zur Internationalen Regulatorischen Situation vor weiterlesen