Global Shadow Banking Monitoring Report 2016

Am 10. Mai 2017 veröffentlichte der Financial Stability Board (FSB) den Bericht über seine sechste jährlich stattfindende “Monitoring Exercise” zum Thema Shadow Banking. Dabei werden 28 Jurisdiktionen abgedeckt, die insgesamt 80% des globalen BIP repräsentieren. Bei diesem Bericht wurden Daten bis Ende 2015 berücksichtigt.

Der FSB kommt zu folgenden wesentlichen Erkenntnissen:

  1. Finanzintermediation durch Nichtbanken nimmt weiterhin zu.
  2. Das Kapital von sonstigen Finanzintermediären ist von 89 auf 92 Billionen US-Dollar gestiegen.
  3. Von sonstigen Finanzintermediären gewährte Kredite haben in den meisten überwachten Jurisdiktionen zugenommen. Nichtsdestotrotz machen von Banken vergebene Kredite immer noch den Großteil des Kreditwesens aus.
  4. Erstmals wurden Daten zum Wholesale Funding und zu Repurchase Agreements (Repos) erhoben. Diese zeigen, dass sich sowohl sonstige Finanzintermediäre als auch Banken immer weniger auf langfristige Wholesale Funding-Quellen verlassen. Nettopositionen von Repos sind hingegen gestiegen. Der Anstieg fällt für sonstige Finanzintermediäre deutlich stärker aus als für Banken.
  5. Die Verflechtungen zwischen Banken und sonstigen Finanzintermediären nehmen ab, befinden sich jedoch immer noch auf einem höheren Niveau als vor der Finanzkrise.
  6. Die “Narrow Measure” (Anm.: Risikomaß zur Beurteilung des Ausmaßes, in dem Nichtbanken Teil des Schattenbankensystems sind, bzw. das in Dollar ausgedrückte potenzielle Finanzstabilitätsrisiko, das vom Schattenbankenwesen ausgeht) ist um 3,2% auf 34 Billionen US-Dollar gestiegen.
  7. Einen Großteil der Narrow Measure machen Kredite aus, die durch sog. Collective Investment Vehicles (CIV) vermittelt wurden.
  8. Die Risiken innerhalb der Narrow Measure variieren je nach Unternehmenstyp. Mit dem starken Wachstum von CIV ist u.a. ein Anstieg des Kreditrisikos einhergegangen.

Global Shadow Banking Monitoring Report 2016

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