EZB-Aufsichtsgebühren für 2017

Die EZB hebt für ihre Tätigkeit im Rahmen des einheitlichen Aufsichtsmechanismus von allen beaufsichtigten Kreditinstituten und Kreditinstituts-Gruppen Gebühren ein. Dabei ist zu betonen, dass alle österreichischen Banken davon betroffen sind, nicht nur die bedeutenden Institute und Gruppen. Am 24. April 2017 beschloss die EZB den Gesamtbetrag der jährlichen Aufsichtsgebühren für 2017.

Gemäß Art. 30 SSM-VO (VO 2013/1024/EU) in Verbindung mit der EZB-Aufsichtsgebühren-Verordnung (VO 2014/1163/EU) ist die EZB ermächtigt, Aufsichtsgebühren von den beaufsichtigten Instituten und Gruppen einzuheben. Diese setzen sich aus dem voraussichtlichen Aufwand für 2017 in Höhe von ca. EUR 464,7 Mio., Korrekturbeträgen in Höhe von ca. EUR 1,4 Mio. sowie dem Überschuss aus 2016 in Höhe von ca. EUR 41,1 Mio. zusammen.

Die Gesamtsumme von EUR 425,0 Mio. wird wie folgt aufgeteilt:

  • 125 bedeutende beaufsichtigte Institute und Gruppen (Significant Institutions, SI): 92,0% oder EUR 391,3 Mio.;
  • ca. 3.500 weniger bedeutende beaufsichtigte Institute und Gruppen (Less Significant Institutions, LSI): 8,0% oder EUR 33.7 Mio.

Der EZB-Beschluss wurde am 29. April 2017 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und tritt am 19. Mai 2017 in Kraft.

Link: Beschluss (EU) 2017/760

print