ESMA veröffentlicht Leitlinien zur Kalibrierung, Bekanntgabe und Meldung bei der Einstellung des Handels

Am 6. April 2017 veröffentlichte die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) Leitlinien zur Kalibrierung, Bekanntgabe und Meldung bei der Einstellung des Handels. Diese basieren auf dem am 6. Oktober 2016 veröffentlichten Konsultationsdokument.

Die Leitlinien konkretisieren Art 48 Abs 5 Richtlinie 2014/65/EU (MiFID II).  Art. 48 Abs. 5 MiFID II normiert, dass es einem geregelten Markt möglich sein sollte, den Handel vorübergehend einzustellen, wenn kurzfristig eine erhebliche Preisbewegung bei einem Finanzinstrument ersichtlich ist.

Die Leitlinien definieren Volatilitätsparameter zur geeigneten Kalibrierung . Bei der Kalibrierung sind (i) die Art des Finanzinstruments, (ii) das Liquiditäts- und Volatilitätsprofil, (iii) der Handelsmodus, (iv) die Dauer der Handelseinstellung sowie (v) die Verfahren des Handelsplatzes zu berücksichtigen.

Darüber hinaus enthalten die Leitlinien Regelungen zur Bekanntgabe von Informationen hinsichtlich (i) der Mechanismen zum Volatilitätsmanagement, (ii) einer Handelseinstellung sowie (iii) zur Meldung der Parameter für Handelseinstellungen an die zuständigen nationalen Behörden und an die ESMA.

Die Leitlinien sind ab dem 3. Jänner 2018 anwendbar.

Link: ESMA70-872942901-63

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