Leitlinien für die Offenlegung der LCR zur Ergänzung des Liquiditätsrisikomanagements veröffentlicht

Am 8. März 2017 veröffentlichte die EBA den finalen Bericht zu den Leitlinien für die Offenlegung der LCR zur Ergänzung des Liquiditätsrisikomanagements gem. Art. 435 CRR. Deloitte berichtete bereits über das Konsultationsdokument. Adressaten der Leitlinien sind einerseits die zuständigen Behörden und andererseits Kreditinstitute (KI) i.S.d. CRR. Jene KI, die durch einen Waiver von den Offenlegungsanforderungen befreit sind, müssen die vorliegenden Leitlinien auf Einzelinstitutsebene nicht anwenden.

Die Offenlegung gem. dieser Leitlinien soll auch den EBA-Leitlinien zur Wesentlichkeit, zu Geschäftsgeheimnissen und vertraulichen Informationen sowie zur Häufigkeit der Offenlegung nach Art. 432 Abs. 1, 432 Abs.2 und 433 CRR (EBA/GL/2014/14) sowie den EBA-Leitlinien zu Offenlegungsanforderungen i.S.v. Teil 8 der CRR (EBA/GL/2016/11) entsprechen.

In Anhang I der Leitlinien findet sich eine Tabelle zur Offenlegung von qualitativen und quantitativen Informationen zum Liquiditätsrisiko. Dort sind u.a. die Strategien und Prozesse des Liquiditätsrisikomanagements und die Struktur und Organisation der Liquiditätsrisikofunktion zu erläutern.

Anhang II enthält jeweils eine Tabelle zur Offenlegung von quantitativen und qualitativen Informationen zur LCR. In der Tabelle zur quantitativen Offenlegung der LCR finden sich u.a. Angaben zu hochliquiden Aktiva und Liquiditätspuffern. In der Tabelle zur qualitativen Offenlegung der LCR werden u.a. Informationen zu Konzentrationen bei den Finanzierungs- und Liquiditätsquellen sowie bei den Währungsinkongruenzen innerhalb der LCR dargestellt.

In Anhang III finden sich Erläuterungen zu den Tabellen in Anhang II.

Die Offenlegung hat zumindest jährlich zu erfolgen. Die Leitlinien sind ab dem 31. Dezember 2017 anwendbar.

Link: EBA/GL/2017/01

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