ESMA-Bericht über Trends, Risiken und Schwachstellen

Am 20. März 2017 veröffentlichte die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) eine aktualisierte Fassung ihres Berichts über Trends, Risiken und Schwachstellen (Trends, Risks and Vulnerabilities, TRV). Die ESMA berichtet darin über die Entwicklungen der Finanzmärkte im Zeitraum von Juli bis Dezember 2016. Als Hauptrisikotreiber für 2017 werden u.a. politische Ereignisse wie die Brexit-Verhandlungen und anstehende Wahlen in einigen EU-Mitgliedstaaten identifziert.

Die EU-Finanzmärkte blieben insgesamt relativ stabil, obwohl sie teils stark auf politische Umbrüche wie z.B. die US-Präsidentschaftswahl reagierten. Derartige externe Faktoren führten u.a. zu Verkäufen von Anleihenfonds und wirkten sich daher negativ auf die Liquidität der Fonds aus. Die Unsicherheit über die weitere politische Entwicklung in Europa könnte analog dazu zu unerwarteten und abrupten Volatilitäten auf den Finanzmärkten in den kommenden Monaten führen.

Positiv zu erwähnen ist, dass die Spannungen nach dem Brexit zurückgingen und auch die lockere Geldpolitik in der Union aufrecht erhalten wurde. Die Volatilität des Kapitalmarkts ging zurück und auch die Aktien des Bankensektors erholten sich trotz der ungewissen Situation einiger EU-Banken.

Die Aussichten bei den Markt-, Liquiditäts-, Kredit- und Ansteckungsrisiken sind stabil, einige der Risiken (insbesondere die Markt- und Kreditrisiken) verbleiben allerdings auf einem sehr hohen Niveau.

Die ESMA aktualisiert diesen Bericht halbjährlich im Rahmen ihrer laufenden Marktüberwachung.

Link: ESMA-Bericht

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