EBA veröffentlicht den jährlichen Bericht über Spitzenverdiener

Am 2. Februar 2017 veröffentlichte die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (European Banking Authority, EBA) ihren jährlichen Bericht über Spitzenverdiener. Die Ergebnisse stützen sich auf die Ende 2015 ermittelten Daten.

Gemäß der Richtlinie 2013/36/EU (CRD IV) ist die EBA verpflichtet, aggregierte Daten über Personen, die während eines Wirtschaftsjahr 1 Million Euro oder mehr verdienen – sogenannte “High Earners” – zu veröffentlichen. In diesem Zusammenhang sind die nationalen Aufsichtsbehörden verantwortlich, die einschlägigen Daten von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen zu sammeln und an die EBA zu übermitteln.

Die EBA hat die von Ende des Jahres 2015 erfassten Daten mit den Daten aus dem Vorjahr verglichen und kam zu folgenden Ergebnissen: Im Vergleich zum Jahr 2014 stieg die Anzahl der Spitzenverdiener von 3.865 auf 5.142 (entspricht einem Anstieg von 33,04%). Ein maßgeblicher Grund für den Anstieg waren die starken Wechselkursveränderungen zwischen dem Euro und dem britischen Pfund, die zu einem erhöhten Einkommen in Pfund führten.

Darüber hinaus gab es verglichen zum Vorjahr keine Änderung der Anzahl der Spitzenverdiener, die einen wesentlichen Einfluss auf das Risikoprofil des Instituts haben. Im Jahr 2015 hatten 86% der Spitzenverdiener einen wesentlichen Einfluss auf das Risikoprofil der Banken. Daraus lässt sich ableiten, dass seit der Veröffentlichung des EBA Technical Standard (Kriterien zur Ermittlung der Mitarbeiterkategorien, deren berufliche Tätigkeit sich wesentlich auf das Risikoprofil eines Instituts auswirkt) im Jahr 2014 die Anzahl der relevanten Personen von 59% (2013) auf 86% (2015) gestiegen ist.

In Zukunft wird die EBA die Vergütungstrends zweimal jährlich bewerten und weiterhin einen Bericht über Spitzenverdiener veröffentlichen.

Link: High Earners Report 2015

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