Ministerialentwurf zum Mittelstandsfinanzierungsgesellschaftengesetz 2017 (MiFiGG 2017)

Am 27. Jänner 2017 wurde der Ministerialentwurf für das MiFiGG 2017 veröffentlicht. Damit sollen EStG, UStG  und AIFMG geändert werden. Durch das MiFiGG 2017 soll Klein- und Mittelunternehmen (KMU) der Zugang zu Eigenkapital erleichtert werden. Das neue Regime für Mittelstandsfinanzierungsgesellschaften (MiFiG) ist als Drei-Ebenen-Modell ausgestaltet. Dabei investieren private Investoren oder institutionelle Anleger in Beteiligungen an MiFiG, die das Kapital den KMU zur Verfügung stellen. Der Ministerialentwurf sieht steuerliche Anreize für Investoren und die MiFiG vor.

Bei MiFiG i.S.d. § 6 KStG handelt es sich um Alternative Investmentfonds (AIF). Sie dürfen nur von registrierten oder konzessionierten AIFM verwaltet werden. Durch die Änderung des AIFMG soll zukünftig der Vertrieb von AIF, die von einem registrierten AIFM verwaltet werden, auch an qualifizierte Privatkunden zulässig sein. Als qualifizierter Privatkunde soll nunmehr gelten, wer ein frei verfügbares Vermögen i.H.v. mind. EUR 250.000 nachweisen kann (bisher EUR 500.000). Die Mindestinvestitionssumme wird von EUR 100.000 auf EUR 10.000 gesenkt.

Wird eine MiFiG von einem konzessionierten AIFM (zu unterscheiden vom registrierten AIFM) verwaltet, ist der Vertrieb an Privatkunden zulässig, wenn diese über ein Vermögen i.H.v. mind. EUR 100.000 frei verfügen können. Auch hier wird die Mindestinvestitionssumme auf EUR 10.000 gesenkt.

Link: Mittelstandsfinanzierungsgesellschaftengesetz

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