ESMA veröffentlicht Vergütungsleitlinien zu AIFM- und OGAW

15. November 2016

Am 14. Oktober 2016 veröffentlichte die ESMA Leitlinien für solide Vergütungspolitiken unter Berücksichtigung der AIFMD sowie Leitlinien für solide Vergütungspolitiken unter Berücksichtigung der OGAW-Richtlinie. Sie gelten jeweils ab 1. Jänner 2017. Die zuständigen Behörden haben bis dahin Zeit, der ESMA mitzuteilen, ob sie die Leitlinien anwenden werden oder nicht. Eine allfällige Ablehnung ist zu begründen (“comply or explain”).

Durch die Leitlinien für solide Vergütungspolitiken unter Berücksichtigung der AIFMD werden die bestehenden AIFMD-Vergütungsleitlinien geändert. Durch die Änderung wird klargestellt, dass keine Ausnahme von den Vergütungsgrundsätzen gem. AIFMD für Tochtergesellschaften von Kreditinstituten gelten. Es ist auch möglich, dass im Rahmen einer Gruppe die branchenspezifischen Aufsichtsvorschriften für Nicht-AIFM zur Qualifizierung bestimmter Mitarbeiter des gruppenzugehörigen AIFM als „identifizierte Mitarbeiter“ führen können. Der Anwendungsbereich der Leitlinien ändert sich nicht.

Das Leitlinienpaket zu OGAW-Vergütungsleitlinien umfasst:

  1. Leitlinien zu den unter diese Leitlinien fallenden Vergütungen
  2. Leitlinien zur Identifizierung der unter diese Leitlinien fallenden Kategorien von Mitarbeitern
  3. Leitlinien zur Verhältnismäßigkeit
  4. Leitlinien für Verwaltungsgesellschaften als Teil einer Gruppe
  5. Leitlinien zur Anwendung verschiedener sektorspezifischer Bestimmungen
  6. Leitlinien bzgl. der finanziellen Lage der Verwaltungsgesellschaft
  7. Leitlinien zur Governance der Vergütung
  8. Leitlinien zu den allgemeinen Anforderungen an die Risikoausrichtung
  9. Leitlinien zu den spezifischen Anforderungen an die Risikoausrichtung
  10. Leitlinien zur Offenlegung

Links: AIFMD-Leitlinien (ESMA/2016/579); OGAW-Leitlinien (ESMA/2016/575)