ESA äußern sich zum Cross-Selling von Finanzprodukten

Am 26. Jänner 2016 veröffentlichten die Europäischen Aufsichtsbehörden EBA, ESMA und EIOPA (European Supervisory Authorities, ESA) einen gemeinsamen Brief an die EU-Kommission, in dem sie auf bestehende Unterschiede in den EU-Regelungen zum Thema Cross-Selling von Finanzprodukten hinweisen. Konkret bitten sie die EU-Kommission, die bestehenden Unterschiede in den Regelungen zu überprüfen und ggf. angemessene und notwendige Schritte einzuleiten, um diese zu beheben.

Ursprünglich war vorgesehen, dass die ESA gemeinsame Leitlinien für Cross-Selling von Finanzprodukten erarbeiten. Vor dem Hintergrund der uneinheitlichen Regelungen in Bezug auf die drei maßgeblichen Sektoren (Banken, Versicherungen und Investment) wurde davon abgesehen. Stattdessen veröffentlichte die ESMA am 22. Dezember 2015 Leitlinien zum “Cross-Selling” nach MiFID II. Somit bestehen aktuelle Regelungen für Cross-Selling lediglich in Hinblick auf Investmentprodukte; eine Überarbeitung der aktuellen rechtlichen Grundlage, um zukünftig auch Versicherungsprodukte abzudecken, ist noch ausstehend.

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