Zusätzliche Beaufsichtigung von Risikokonzentration und gruppeninternen Transaktionen von Finanzkonglomeraten

Am 21. August 2015 veröffentlichte die Europäische Kommission technische Regulierungsstandards (RTS) mittels delegierter Verordnung zur Präzisierung von Legaldefinitionen der Finanzkonglomerate-RL (RL 2002/87/EG). Zudem koordiniert die delegierte Verordnung die Bestimmungen zur zusätzlichen Beaufsichtigung.

Im Rahmen des Gesetzgebungsprozesses erarbeitete der gemeinsame Ausschuss der europäischen Aufsichtsbehörden einen Entwurf dieser RTS und führte ein Konsultationsverfahren durch (Deloitte berichtete).

Die delegierte Verordnung präzisiert die Begriffe “gruppeninterne Transaktionen” und “Risikokonzentration” im Sinne der Finanzkonglomerate-RL, indem sie Kriterien für deren Feststellung als bedeutend definiert. Die beaufsichtigten Unternehmen müssen damit zusammenhängende Risiken an den Koordinator melden.

Des weiteren koordiniert die delegierte Verordnung die folgenden Bestimmungen:

  • Angaben der beaufsichtigten Unternehmen an den Koordinator und an andere zuständige Behörden;
  • Methodik zur Ermittlung der Arten bedeutender Risikokonzentrationen und bedeutender gruppeninterner Transaktionen;
  • Aufsichtsmaßnahmen der zuständigen Behörden.

Die delegierte Verordnung wurde zwar von der Europäischen Kommission bereits beschlossen, allerdings noch nicht im Amtsblatt der Europäischen Union kundgemacht. Am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung wird sie in Kraft treten.

 

Quelle

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