EBA veröffentlicht finale Leitlinien für Abwicklungsmaßnahmen iRd BRRD

Am 26. Mai 2015 hat die EBA die finale Leitlinie zur Definition des Begriffs “failing or likely to fail” in Zusammenhang mit dem europäischen Sanierungs- und Abwicklungsregime (BRRD) veröffentlicht. Ein erster Leitlinienentwurf wurde bereits im Herbst 2014 für zwei Monate zur Konsultation gestellt (Deloitte berichtete). Konkret behandelt das Dokument die Definition jener Umstände, unter denen sich ein Institut in finanziellen Schwierigkeiten befindet (“Trigger für Abwicklungsmaßnahmen”). Das primäre Ziel der Leitlinie ist eine kohärente EU-weite Umsetzung und Anwendung der BRRD.

Der Fokus der Leitlinie liegt auf der Definition der Bedingungen, unter denen ein Insitut als “failing or likely to fail” iSd BRRD gilt. Die Beurteilung dieser Umstände bildet den Ausgangspunkt für Abwicklungsmaßnahmen, die durch die zuständigen Abwicklungsbehörden zeitnah zu setzen sind. Aus diesem Grund werden in den gegenständlichen Leitlinien objektive Kriterien zur Bewertung von Kapital- und Liquiditätspositionen als auch sonstige Anforderungen an einen geordneten Bankbetrieb definiert. Im Detail reflektieren die festgelegten Kriterien Themenschwerpunkte und Elemente, die bereits im Zuge des SREP Assessments evaluiert werden und bereits durch die zuständigen Behörden zur Bewertung herangezogen werden.

Die vorliegenden Leitlinien werden in einem angemessenen Zeitrahmen in alle EU-Sprachen übersetzt und anhand des zweimonatigen Comply-or-Explain-Verfahrens umgesetzt.

Link: EBA/GL/2015/07

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