FSB startete eine zweite Begutachtung der Abwicklungssysteme ihrer Mitgliedstaaten

Das Financial Stability Board (FSB) begutachtet zum zweiten Mal die Abwicklungssysteme seiner Mitgliedstaaten. Im Zuge der Finanzkrise stellte das FSB unter anderem die große Bedeutung eines funktionierenden Abwicklungssystems fest. Das FSB definierte Schlüsselmerkmale (“Key Attributes”) für ein wirksames Abwicklungssystem. Die Ergebnisse der ersten Begutachtung wurden im April 2013 veröffentlicht. Dabei wurde unter anderem auch Verbesserungspotenzial bei der Umsetzung der Key Attributes festgestellt. Daher beschloss das FSB, Follow-up-Prüfungen durchzuführen.

Überblicksmäßig definierte das FSB Schlüsselmerkmale folgendermaßen:

  • Ermächtigung, in Rechte Dritter einzugreifen (z.B.: Verhängung eines Zahlungsaufschubs);
  • Durchsetzung durch eine Verwaltungsbehörde, wobei die Einräumung von gerichtlichen Zuständigkeiten nicht schadet;
  • Durchsetzung ohne Zustimmung von Eigentümern oder Gläubigern.

In einem ersten Schritt ersucht das FSB diesbezügliche Stakeholder (insbesondere Institute, Industrie und Konsumentenschutzverbände) seiner Mitgliedstaaten einen Fragebogen auszufüllen. Darin werden unter anderem Fragen zum nationalen Abwicklungssystem, zum Ermessensspielraum der zuständigen Behörde und damit zusammenhängende Erfahrungen sowie Herausforderungen gestellt. Die Analyse und Diskussion der Antworten ist noch für 2015 geplant. Der Bericht soll Anfang 2016 veröffentlicht werden.

 

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