EBA veröffentlicht Informationen zu zukünftigen EU-Stresstests

Das Aufsichtsorgan (Board of Supervisors) der EBA fasste in seiner Tagung vom 24. Februar 2015 den Entschluss, 2015 keinen Stresstest durchzuführen und mit Vorbereitungsmaßnahmen für den nächsten Test 2016 zu beginnen. Statt des Stresstests soll dieses Jahr eine Transparenzübung analog zu jener im Jahr 2013 erfolgen. Im Zuge dieser Übung müssen EU-Banken genaue Details zu ihren Bilanzen und Veranlagungsportfolien offenlegen.

Die Entscheidung, 2015 keinen Stresstest durchzuführen, resultiert zum Teil aus der weitaus verbesserten Kapitalausstattung der Institute als Folge des Asset Quality Reviews und Stresstests 2014. Bereits davor hatten Finanzinstitute begonnen, ihre Eigenmittelpositionen als Antwort auf den 2011 von der EBA durchgeführten Stresstest maßgeblich zu verbessern. So liegt z.B. die momentane CET1-Quote der größten EU-Banken bei über 12% verglichen mit 9,2% im Dezember 2011.

Des Weiteren trägt die EBA mit ihrer Entscheidung der Tatsache Rechnung, dass es sich beim EU-weiten Stresstest um einen sehr ressourcenintensiven Prozess handelt, der ein beträchtliches Maß an Planung und Vorbereitung sowohl auf Seiten der Aufsicht, als auch auf jener der Institute erfordert. Mit der Entscheidung, den nächsten Test 2016 anzusetzen, soll den involvierten Akteuren daher mehr Zeit gegeben werden, entsprechende Vorkehrungen zu treffen und gegebenenfalls auch Verbesserungspotenzial wahrzunehmen.

Link zum finalen Beschluss

print