IOSCO publiziert Bericht über Methoden zur Risikoerkennung und -bewertung

Die International Organization of Securities Commissions (IOSCO) hat am 26. Juni 2014 einen Bericht über Methoden zur Risikoerkennung und -bewertung veröffentlicht. Dieser Bericht bietet einen praktischen Überblick über die Methoden, Herangehensweisen und Tools, welche die IOSCO und nationale Wertpapierregulierungsbehörden entwickelt haben, um aufkommende und potenzielle systematische Risiken erkennen und bewerten zu können.

Im Zuge des Kollapses von Bear Stearns & Co. Inc. und Lehman Brothers Holding Inc. 2008 haben die G-20 und andere Internationale Behörden sich geeinigt, dass nicht nur die Bankenaufsicht, sondern auch die Wertpapieraufsicht eine entscheidende Rolle in der Erkennung systemischer Risiken hat.

Aufgrund der Komplexität der Wertpapiermärkte und einer großen Anzahl verschiedener Intermediäre, Produkte und Anleger räumt der Bericht ein, dass es kein Patentrezept zur Erkennung von Trends, Schwachstellen und Risiken in diesen Märkten gibt. Stattdessen bietet die IOSCO praktische Beispiele für die verschiedenen Methoden, die derzeit von jenen Wertpapierbehörden, die Mitglieder des Committee on Emerging Risks sind, verwendet werden. Der Bericht enthält im Besonderen die folgenden Themen:

  • Definition von Risiko;
  • Methoden zur Risikoidentifikation der IOSCO;
  • von Wertpapierregulierungsbehörden genutzte Methoden zur Risikoerkennung;
  • analytischer Rahmen für die Beurteilung für Systemrisiken.

Der gegenständliche Bericht zeigt, dass Wertpapieraufsichtsbehörden vermehrt qualitative Risikoanalyse mit quantitativen Tools verbinden. Dieser Trend umfasst Risk Dashboards zur systematischen Analyse von quantitativen Risikoindikatoren sowie Datenanalysen, ökonometrische Methoden und Untersuchungen, die auf die Risikoanalyse von Produkten, Firmen und Märkten, als auch auf Anreizsysteme und Anlegerverhalten fokussiert sind.

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