EBA, ESMA und EIOPA veröffentlichen finalen Bericht zu automatischen Verweisen auf externe Ratings

Der gemeinsame Ausschuss der europäischen Aufsichtsbehörden (EBA, ESMA und EIOPA bzw. European Supervisory Authorities – ESA) veröffentlichte am 6. Februar 2013 den finalen Bericht in Zusammenhang mit der Beseitigung von automatischen Bezugnahmen (“sole or mechanistic reliance”) auf externe Ratings in Guidelines und Empfehlungen. Gemäß Artikel 5b Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 462/2013 (Ratingagenturen-Verordnung) sind EBA, ESMA und EIOPA verpflichtet, derartige Verweise aus ihren Publikationen zu entfernen, sofern sie zu einer automatisierten Abhängigkeit von externen Bonitätsbeurteilungen führen.

Die Initiative der ESA beruht ursprünglich auf den Principles for Reducing Reliance on CRA Ratings des Financial Stability Boards vom 27. Oktober 2010, mit denen die sytematische Abhängigkeit von externen Ratings und das daraus resultierende Risiko von “Herdenverhalten” am Markt reduziert werden sollten. Für den vorliegenden Bericht wurde das Industriefeedback – eine entsprechende Konsultation fand von 7. November bis 5. Dezember 2013 statt – bereits berücksichtigt, insb. in Zusammenhang mit der Entwicklung einer einheitlich gültigen Definition des Begriffs “sole or mechanistic reliance”. Im Rahmen von zukünftigen Guidelines, Empfehlungen und technischen Standards werden EBA, ESMA und EIOPA auf die entsprechende Definition zurückgreifen.

Die Aufsichtsbehörden sehen in ihrer Arbeit einen entscheidenden Beitrag zur Verringerung der Abhängigkeit der europäischen Finanzindustrie und Gesamtwirtschaft von externen Ratings.

Links: ESA Bericht (JC 2014 004), FSB Principles

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