Solvency II-Richtlinie im Amtsblatt der europäischen Union kundgemacht

Am 17. Dezember 2009 wurde die Richtlinie „betreffend die Aufnahme und Ausübung der Versicherungs- und der Rückversicherungstätigkeit“ (RL 2009/138/EG) im Amtsblatt der europäischen Union kundgemacht. Die sogenannte Solvency II-Richtlinie hat dadurch Rechtskraft erlangt.

Ziel der Solvabilitätsrichtlinie ist es sicherzustellen, dass Versicherungsunternehmen finanziell solide sind und Finanzmarktturbulenzen sowie anderen negativen Ereignissen standhalten können, um die Versicherungsnehmer und die Stabilität des Finanzmarktes zu stützen. Die Solvabilitätsvorschriften decken dabei nicht nur die klassischen Versicherungsrisiken (Leben und Nicht- Leben), sondern auch das Markt-, Kredit- und operationelle Risiko ab. Neben den quantitativen Anforderungen wird den qualitativen Vorschriften, insbesondere dem unternehmensinternen Governance-System, ein hoher Stellenwert beigemessen. Die möglichen praktischen quantitativen Auswirkungen der Umstellung auf das Solvency II-System werden von der FMA in Kooperation mit den heimischen Versicherungsunternehmen seit 2005 durch sogenannte Auswirkungsstudien („Quantitative Impact Studies“, zB. im 2. Halbjahr 2009 „QIS 4.5“ – Teilnahme auf freiwilliger Basis) untersucht.

Quelle

Unterlagen zum Business Breakfast „Aufsichtsrechtliche Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Versicherungsunternehmen“ vom 21. Jänner 2010:

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